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Andere Verwendungen und Indikationen

 

Das überaktive Blasensyndrom (OAB) ist ein Zustand von Harndrang, der oft mit Häufigkeit und Nykturie einhergeht. Auch Dranginkontinenz (Harnverlust) kann auftreten. Aufgrund der unterschiedlichen Kriterien, die zur Beschreibung der Erkrankung herangezogen werden, ist ihre Prävalenz weitgehend undefiniert. Einige Quellen gehen von 30% bei Männern und 40% bei Frauen aus.[1] OAB kann bei beiden Geschlechtern auftreten; sie ist häufiger bei Frauen und bei älteren Menschen anzutreffen. Den meisten Leitlinien zufolge besteht die richtige Behandlung aus Änderungen der Ernährung und des Lebensstils (z.B. Vermeidung bestimmter Nahrungsgruppen bzw. Gewichtsabnahme), Blasentraining, oraler Medikation und Neurostimulation[2].

 

Leider lässt sich nicht vorhersagen, ob ein Patient auf eine bestimmte Behandlungslinie anspricht. Eine intravesikale Behandlung wird häufig dann vorgeschlagen, wenn alle weniger invasiven Methoden die Symptome nicht verbessert haben. Es wurde eine Reihe von Mitteln ausprobiert; Onabotuliniumtoxin A (Botulinumtoxin, Botox) ist das am häufigsten verabreichte Medikament, das durch Injektionen in die Blasenmuskelschicht an mehreren Stellen verabreicht wird.[3] Botulinumtoxin beruhigt die Nerven, die die Blasenmuskulatur überstimulieren und für das Gefühl der Dringlichkeit verantwortlich sind. Theoretisch könnten auch diese Medikamente mit dem UroDapter® instilliert werden.

 

Jährlich werden 5 Millionen Dauerkatheter verabreicht, und zwar aus verschiedenen Indikationen [4] Wie bereits erwähnt, verursachen diese Katheter häufig Infektionen. Darüber hinaus kann der Katheter selbst Schleimhautläsionen verursachen (wenn er eingeführt oder entfernt wird), was ebenfalls das Risiko von Infektionen oder anderen Komplikationen erhöht.[5],[6] Es ist möglich, dass die gelegentliche Instillation einer GAG-Schichtauffrischungslösung die Schicht selbst verstärkt, was ein wirksames Mittel zur Verhinderung von Komplikationen sein könnte. Zu diesem Thema sind weitere Forschungen und Untersuchungen erforderlich.

 

Auch im Bereich der Diagnostik gibt es Einsatzmöglichkeiten des UroDapters®. Bei der retrograden Urethrographie zum Beispiel, wird das Kontrastmittel für die Bildgebung in der Regel mit einem Katheter durchgeführt.
Lidocain als lokales Anästhetikum wird häufig bei vielen verschiedenen Erkrankungen in die Blase injiziert. Unabhängig von der zu behandelnden Erkrankung kann UroDapter® bei der Verabreichung von Lidocain von Vorteil sein. Es ist ein zusätzlicher Vorteil, dass das Medikament schon in der Harnröhre Wirkung ausüben kann, da die Patienten bei vielen Harnwegserkrankungen auch in diesem Bereich Schmerzen haben.

 

[1] https://www.urologyhealth.org/urologic-conditions/overactive-bladder-(oab)

[2] https://www.medicalnewstoday.com/articles/316887.php

[3] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S002253471403955X

[4] https://www.urotoday.com/urinary-catheters-home/indwelling-catheters/description/indications.html

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4673556/

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4985380/

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